15. April 2012

Nasskalter Sonntag. Der Hund muss raus. Nicht gerade inspirierend. Gut, dass ich ein neues Hobby (oder zumindest könnte es eines werden) gefunden habe: Geocaching. Schnitzeljagd 2.0 sozusagen. Mit Grips und iPhone nach versteckten “Schätzen” suchen. Das macht Spaß. Besonders wenn die Liebste sich auch ein bisschen erwärmen kann und wir zu zweieinhalb losziehen. Erst ausführlich Gassi mit dem wilden Spanier (der mittlerweile ganz brav ohne Leine mit uns läuft), dann Schatzsuche mitten in der City von BSS. Außer den Koordinaten hatten wir einen Hinweis: drei mal drei. Die Liebste (und Klügere) konnte ihn umsetzen und machte mich auf eine Baumreihe von drei mal drei jungen Erlen aufmerksam. Der alte Pfadfinder in mir entdeckte dann den gut als Lüftungsschlitz getarnten “Cache”, die Schatzkiste. Was wohl andere Kurstadtbesucher gedacht haben mögen, als sie den alten Knacker ein Plastikdöschen ausbuddeln sahen? Wie er was auf einen darin befindlichen Zettel kritzelte und das Ding dann wieder in dem Lüftungsschlitz verbarg. Drogendealer oder Spion oder gar beides! Anschließend lud mich die liebste Klügste noch in ein Kurcafé ein:
Gut versteckt rechts neben dem Eingang der Spassart-Therme (oder von innen, von der Wandelhalle aus) findet man dieses winzige, schnuckelige Café. Schon der Anblick ist eine Augenweide. Neben leckeren Kuchen, Tee-und Kaffeespezialitäten gibt es tausend kleine Modeaccessoires und nette Mitbringsel zu besichtigen und zu kaufen. Man sitzt innen wunderbar bequem in Ledersesseln und außen auf nicht minder bequemen Korbstühlen an kleinen Tischchen. Der Service ist flott und freundlich, die Preise gar nicht kurstadtneppisch. Unser Highlight heute waren die Karamelwaffeln mit Eis und Roter Grütze. Schon so lecker anzuschauen, dass man sich gar nicht mehr zu probieren wagt, was schade wäre. Denn die knusprige, frische Waffel mit den vielen kleinen Obststückchen drauf, die große Eiskugel und die verführerische Grütze sind ein süßer Traum. Dazu hatte ich eine Pepperoni-Chili-Chocolade. Herrlich schokoladig mit knackiger Schärfe im Abgang. Nach dem kalten Aprilspaziergang genau das Richtige.
(Mein Beitrag zu Tee und Kaffee Bistro – Ich bin kritzlibaer – auf Qype)

3. April 2012
Während Herrchen und Frauchen gegen die Pfunde kämpfen, scheint der kleine Spanier nichts zuzulegen, obwohl er kein Kostverächter ist. Seit er regelmäßig mit uns zusammen am Tisch sitzt und seinen Anteil an der Beute bekommt, machen wir uns allerdings Sorgen, dass er nicht bald wie die Leberwurst aussieht, die er morgens immer aufs Toastbrot geschmiert bekommt. Da ist also Sport angesagt. Der Angelsport schien uns da am besten geeignet. Ist er doch auch für das Herrchen altersgerecht belastend. Die Hundeindustrie hat den Trend erkannt und bietet entsprechendes Sportgerät an. Die Benutzung erfordert auch kein größeres Training und so kann der Spaß sogleich beginnen …
27. März 2012
Die Liebste hatte bei Groupon zugeschlagen und ein 5-Gänge-Menü in der Frankfurter Botschaft für zwei Personen ergattert. Für heute Abend, Dienstag, hatten wir reserviert und machten uns auf in die kleine Großstadt Frankfurt. Es begann weniger prickelnd mit der Suche nach einem Parkplatz. Der aufgeschickte Westhafen mit seinen Glaspalästen und Appartement-Häusern im Wasser beeindruckt mit toller Architektur, enttäuscht den parkwilligen Automobilisten aber auf’s Tiefste. Mir ist schleierhaft, warum man städteplanerisch zwar die Menschen wieder in die City locken will, aber den Autofahrer konsequent vor der Tür lässt. Kein Parkhaus weit und breit und nur Anwohner-Plätze ringsum. Ein verzweifelter Anruf in der Botschaft wurde mit dem Tipp belohnt, im nahen IBIS-Hotel zu parken. Kurz davor fanden wir dann doch noch eine Lücke.
Die Lage der Frankfurter Botschaft ist schon toll. Vor dem neuen Westhafen-Wahrzeichen, dem “Gerippten” Sony-Hochhaus, nah am Main gelegen, hat man von hier einen wunderschönen Blick auf den Fluss. Was besonders am Abend sehr stimmungsvoll sein kann. Die Einrichtung ist stylish – und daher unbequem. Mit winzigen 50 × 50 cm messenden Tischlein werden möglichst viele Umsatz-Plätze geschaffen. Für schlanke Schickimickistangen aus den umliegenden Agenturen sicher ausreichend. Für unsere Schlemmerleiber leider beklemmend eng. Gerade mal 40 cm zum Nachbartischlein lassen mehr oder weniger nette Gespräche der Nachbarn zum Teil der eigenen Konversation werden. Der vorhandene Platz ist schick gedeckt mit Schottgläsern, Stoffserviette und komplettem Besteck. Kommt nun noch ein Teller dazu, fehlt der Platz für die eigenen Hände. Mit Brotkörbchen, Butterschälchen und Brottellerchen, einer Flasche Wasser und einem Teelicht kommt Beklemmung auf. Jetzt bloß keine Speise mehr, sonst müssten wir von den Knien essen!
Der Service ist sehr freundlich, zuvorkommend und frech: Auf meinen Wunsch nach dem reservierten Tisch kommt prompt die Gegenfrage: “Auch mit Stühlen?” Ich mag das. Es lockert die leicht steife, elitäre Athmosphäre und macht Laune. Kaum sitzen wir, läuft ein präzises Service-Uhrwerk ab. Getränke kommen umgehend, kurz danach Brot und (sehr dezent) gesalzene Butter. Ich werde allerdings nie verstehen, warum die Bütterchen immer tiefgefroren an den Tisch kommen müssen. Auch hier atomisiere ich das frische und sehr leckere Vollkornbrot mit den eisharten Butterkugeln.
Wir wählen unter zwei Hauptspeisen logischerweise jeder eine andere und freuen uns somit auf ein Aus-5-mach-6-Gänge-Menü. Es beginnt mit Büffelmozzarella und Olivetti-Tomate an Basilikum-Zitronen-Sorbet dazu Kamilleblüten-Karamell und Senf-Vinaigrette. Der Büffel war mir etwas zu fest, ich mag ihn cremiger, und den Tomaten fehlte das Aroma (warum kaufen die nicht bei ALDI die holländischen Cocktailtomaten, die sind richtig gut!?), aber das Sorbet war der Hammer! Genauso wie das Karamell und die Vinaigrette. Ein durchaus gelungener Einstieg also. Recht zügig danach ging es weiter mit einer Velouté von der Canellini-Bohnen mit Zitronen-Petersilienschaum in einer witzigen Suppenschale, die zwar das Auslecken verhindert aber das Auskratzen bis auf den letzten Tropfen hervorragend ermöglichte. Das Schäumchen ein Träumchen. Kurzes Päuschen und dann ein Rosenblütensorbet mit Chili und Kardamom. Eine überraschende arabische Note nach dem mediterranen Einstieg. Ich bin nicht so der Fan von rosenblütenschwangeren arabischen Desserts, aber hier passte es wunderbar, vorallem mit dem anregenden Chili. Der trockene Riesling von Markus Schneider dazu ein tolles Gespann. Kaum waren diese Aromen verklungen kamen die Hauptspeisen: geräucherte Barbarie Entenbrust mit Apfel-Calvados-Jus, Dörraprikosen, Kartoffelquader und gebratenem Radicchio, sowie Thunfisch in Piment d’Espelette mit Spinatpolenta und confierten Silberzwiebeln. Die Ente wunderbar rauchig und zart, das Jus samtig-fruchtig. Der Fisch auf den Punkt, fest im Biss; die Polenta überraschend (so kannte ich Spinat noch nicht) und die Zwiebelchen reinste Geschmacksperlen. Gottseidank war noch genug Brot übrig um damit die riesigen langen Teller blitzeblank zu putzen. Dazu gab es eine erstaunlichen Rosé, auch von Markus Schneider, dunkel wie ein echter Roter, aber trotz Vollmundigkeit federleicht und herrlich fruchtig. Ich mag die langen Kunstpausen zwischen den Gängen nicht. Angenehm, dass es hier in der Botschaft nur so flutscht, ohne den Eindruck zu erwecken, man wolle uns schnell wieder los werden. Das Dessert kam also verzögerungsfrei: Nuss Nougat-Crème Brulée mit Bergpfeffer und Clementinen-Granité. Eine Brulée auf “Schokopudding” hatte ich auch noch nicht, wunderbar! Dazu das frische Granité, eine Erd- und eine Kapstachelbeere, verbunden mit einem Schokostick passten herrlich dazu.
Alles in allem ein zauberhaftes Menü. Die Portionen übrigens recht großzügig für diese Klasse. Der Preis, regulär 115 Euro ohne Wein wäre mehr als angemessen gewesen. Dazu der aufmerksame, freundliche Service. Was will man mehr! Im Sommer locken auch bequemer aussehendes Gestühl und ein Strand. Jetzt frag ich mich nur noch, warum das Ganze Frankfurter Botschaft heißt. Ein so benanntes Lokal würde ich eher in Berlin oder München verorten. Dazu mit Frankfurter Küche. Aber hier, vor Ort, mediterran, mitten in Frankfurt? Was ist die Botschaft? Egal – wir kommen wieder.
23. März 2012

Schweine begleiten unser Leben. Nicht nur kulinarisch. Schwein haben wir schon gehabt, als wir uns kennen und lieben lernten. Schwein haben wir mit unseren Ferkeln gehabt, die alle wohl geraten und rosig sind. Und unser Hundeschwein ersetzt das Minischwein, das eigentlich durch unseren Stall wuseln sollte. Die Liebste wünscht sich nichts sehnlicher als ein kleines Schweinchen. Nun ist es doch ein etwas größeres geworden. Vier Tage vor ihrem Geburtstag habe ich diese alte Schaufensterdekoration eines Metzgers im Internet gefunden. Siggi ist ein Lampenschwein. Jedenfalls hat er unten ein Loch zur Aufnahme einer kleinen Lampe. Nun bewacht er den Eingang zu unserer Küche und haut jedem Veganer den Kochlöffel um die Ohren. Bei so viel Schwein war die Geburtstagsfeier in kleinem Kreis natürlich gelungen. Jetzt freuen wir uns auf weitere gemeinsame Schweinereien, z.B. bei einem Besuch des Musicals Starlight Express. In diesem Sinne:

26. Januar 2012
Viel ist passiert seit dem letzten Eintrag. Wunderschönes (unser erster richtiger, gemeinsamer Urlaub) und Schlimmes (mein Herzinfarkt). Eine Berg- und Talfahrt der Gefühle verdichtete sich zum Jahresende und ließ keine Zeit für Nebensächlichkeiten. Ich hatte geglaubt, der Urlaub hätte mich total entspannt. Völlig harmonisch hatten wir zwei Verliebten die Tage genossen. Dazu ein lange erhoffter Immobilien-Verkauf, der ebenso zur Entspannung zu trug. Aber der Mensch tracht und Gott lacht (wie ein jüdisches Sprichwort sagt). Es hat mich umgehauen. Von Hundert auf fast Null in ein paar Minuten.
Meiner Mutter hatten wir es nicht erzählt. Angelogen hab ich sie ein bisschen: Ich läge im Krankenhaus wegen meines lädierten Knies (was ja auch z.T. zutraf). Sie war in den letzten Jahren immer dementer geworden und manche Neuigkeiten haben sie verwirrt und verängstigt. Da fanden wir es besser, ihr den Infarkt zu verschweigen. Der Reha-Aufenthalt verhinderte ein gemeinsames Weihnachtsfest, auf dass sie sich so gefreut hatte. Nun freute sie sich auf ihren 92. Geburtstag. Und bekam kurz vorher ebenso einen Infarkt. Ich habe sie noch im Krankenhaus besucht, Sie war geschwächt, das Herz nicht mehr kraftvoll genug. Und doch saß sie in ihrem Bett und war guter Dinge. Zwar begrüßte sie uns mit einem bestimmten “Mit mir geht’s zuende!”. Aber das beunruhigte sie nicht. Im Gegenteil, sie schien bereit. Sie erzählte von früher und betonte immer wieder, was für ein glückliches Leben sie hatte. Sie war fröhlich und verabschiedete uns mit einem Lachen. Vier Tage darauf ist sie ganz friedlich eingeschlafen.

Trauerfeier am 3. Februar 2012
Sie hatte sich ihr Leben aussuchen können, hatte den richtigen Mann gefunden und sich ihm, wie das damals üblich war, untergeordnet. War für ihre Familie da, versorgte uns liebevoll, kochte genial, war gesellig und fröhlich, neugierig und weltoffen, tolerant und offen. Sie war eine moderne Oma und manchmal Mutterersatz für meine halbwaisen Kids. Bis ins hohe Alter konnte man sich über alles mit ihr unterhalten. Und sie war eine Dame, modisch und geschmackvoll gekleidet. Eine Mutter, wie man sie sich nur wünschen kann. Nun müssen wir ohne sie auskommen. Sie fehlt uns und doch sind wir froh, dass sie so leicht von dieser Erde gehen konnte. Ich wünschte, wir könnten einmal so glücklich gehen.
17. Januar 2012
13 war ich, bin um 4 Uhr aufgestanden, hab mich aus dem Haus geschlichen und bin mit dem Fahrrad zur nahen Rennbahn in Frankfurt-Niederrad gefahren. Muhammad Ali sollte dort trainieren für seinen Weltmeisterschaftskampf gegen Karl Mildenberger am 10.9.1966. Es war lausig kalt und niemand zu sehen. Enttäuscht wollte ich schon wieder fahren, als ich am Horizont drei oder vier Menschen sah, die dort auf der Pferderennbahn entlang rannten. Schnell kamen sie näher, Dampfwölkchen vor den Gesichtern. Alle hatten Kapuzen-Sweater an und ich konnte nicht erkennen, wer Ali war.
Ich hatte einen Freund dabei und wir waren die einzigen Zuschauer. Ali sah uns und kam auf uns zu getrabt. Seine Begleiter blieben, wo sie waren. Heute undenkbar! Ich hatte alle meine Englischkenntnisse zusammengesucht für einen Spruch. Ali sprach mich an. Ich verstand kein Wort und verfluchte mich, dass ich in der Schule nicht besser gewesen war. Ich kramte einen Zettel raus und einen Kuli, reichte ihn schüchtern dem Größten und brachte immerhin ein “P-p-p-please!” raus. Ali lachte, rief irgend etwas seinen Begleitern zu. Die lachten auch und wir kamen uns unglaublich blöd vor.
Zum Abschied tätschelte Ali meinen Kopf, rief noch was wie “… boy!” oder “bye!” und entschwand mit seinen Jungs im Morgennebel. Wir zitterten, ob vor Kälte oder Ergriffenheit, ich weiß es nicht mehr. Stumm fuhren wir Heim. Wir konnten es selber nicht glauben: Wir hatten den Größten getroffen! Den Zettel mit seiner Unterschrift habe ich immer noch.
21. Oktober 2011

Tolles Gefühl: Die offizielle Ziehung hat heute, am Samstag, noch nicht einmal begonnen und du weißt schon, was für ein Riesenglück du gehabt hast! Heute vor sechs Jahren hat’s geschnackelt. Und seit sechs Jahren wohnt das Glück bei uns. Jedenfalls in der Liebe. Und das ist schließlich das einzige Glück, dass man sich nicht durch Lose erkaufen kann. Aber genau wie ein Lottogewinn ist es leicht flüchtig und will gut angelegt sein. In den sechs Jahren haben wir es gehegt und gepflegt, ge- und begossen und vor allen Dingen genossen. Nun kann das verflixte siebte kommen! Ich freu mich drauf!
19. August 2011
Zurzeit schwärmen sie wieder. Die Wespen. Wir Menschen für sie leider nicht. Überall müssen sie ihren Rüssel reinstecken. Nervös fliegen sie um die Tische und Münder. Immer auf der Suche nach was Essbarem. Eigentlich ein netter Zug, für den gerade wir viel Verständnis aufbringen sollten. Tun wir aber nicht. Sie nerven.
Gottseidank gibt es eine Wunderwaffe. Man fange eine Wespe und interniere sie unter einem umgedrehten Glas. Sie wird darin herumfliegen und krabbeln und nach einem Ausweg suchen. Da sie ihn nicht findet, fängt sie an zu Schreien. Vermuten wir jedenfalls. Damit diese Schreie auch von anderen Wespen gehört werden können, stecke man einen flachen Löffelstiel so unter den Glasrand, dass dieser sich etwas anhebt und einen kleinen Spalt freigibt, der die Entsetzensschreie der Wespe heraus, die Selbige aber drinnen lässt. Und dann geschieht das Wunder: Innerhalb weniger Minuten ist das Zimmer, die Terrasse, der Balkon absolut wespenfrei! Und bleibt es ca. eine Stunde lang. In dieser Zeit baut die gefangene Wespe deutlich ab, ihre Schreie ermatten. Sensible Zeitgenossen mögen sie nun freilassen, herzlosere sie in ihrem Gefängnis verenden lassen. Auf jeden Fall braucht es frischen Wespenschreinachwuchs, soll die Waffe auch noch bis zum letzten Stück Pflaumenkuchen wirken.

Jeden Morgen, wenn ich mit dem Spanier die Wiesen unsicher mache, erlebe ich das Wunder der Apfelweinwerdung, Stufe 1, die Erschaffung des Rohstoffes. Kann mich kaum erinnern jemals eine solche Fülle dieses Aphrodisiakums erblickt zu haben. Die Bäume sind regelrecht überladen und scheinen kurz vor dem Explodieren zu stehen. Ich stelle mir vor, ein Wind käme auf und bliese mir eine Apfelwoge um die Ohren. Ich koste regelmäßig. Aber außer bester (fast schon zu guter) Verdauung und einem recht trockenen Mund ergeben diese Proben noch gar nichts. Sie verführen mich nicht. Vielleicht, weil meine Liebste zum Zeitpunkt der Experimente meist 30 Kilometer weiter östlich weilt. Wäre sie direkt neben mir, ich könnte für nichts garantieren.

14. August 2011

Heute war Free zu Besuch. Die etwas laufbehinderte Hundedame sucht ein neues Zuhause und wir eine passende Partnerin für Poco. Also war Hausbesuch angesagt, um erst mal die Chemie abzuklären. Um es kurz zu machen: Free kam, sah und siegte. Jedenfalls über Poco. Wie selbstverständlich nahm sie in seinem Körbchen Platz und zeigte allen, dass sie hier jetzt das Sagen hat. Poco wehrte sich verzweifelt mit den liebevollen Waffen eines Hundemannes. Vergeblich. Wo und wie er es auch immer anstellte, sie ignorierte ihn selbstbewusst und irgendwann war es ihr genug und sie ließ es ihn knurrend wissen. Der arme Kerl. Zu seinem Glück hat es bei uns einfach nicht „Zooom“ gemacht. Free ist ne ganz liebe, verschmuste Hundedame. Aber auch durch ihre lange Straßenerfahrung sehr eigenwillig. Und die Treppen wollten wir ihr auch nicht zumuten. So war es ein kurzer, etwas irritierender Nachmittag für uns alle. Die Suche geht weiter …